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Mülltrennung ist kein Kavaliersdelikt

Vom: 21. April 2026
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Was viele Einzelpersonen in Mehrparteienhäusern fordern, hat die Stadtgemeinde Rottenmann auf ihren öffentlichen Müllinseln umgesetzt. Unmengen an nicht ordnungsgemäß getrenntem und entsorgtem Müll, sowie Ablagerungen von Sperrmüll veranlassten die Stadtgemeinde dazu, die öffentliche zugänglichen Müllinseln mithilfe von Videokameras zu überwachen. 

Nicht nur an öffentlichen Entsorgungsstellen, sondern auch in Mehrparteienhäusern sind explodierende (Betriebs-)Kosten rund um das Thema Müll sehr ärgerlich und auch einer der häufigsten Konflikttreiber. Denn der Abtransport und die zusätzlichen Sonderkosten für die Entleerung gehen schlussendlich zu Lasten der Bewohner:innen. Dies war auch ausschlaggebend für die Stadtgemeinde aktiv zu werden, denn die Kosten für die Säuberung tragen erst wieder die Rottenmanner und Rottenmannerinnen.

Warum wird dann so selten gestraft?

Dass ordnungsgemäße Mülltrennung kein Kavaliersdelikt ist, zeigt in Österreich das Abfallwirtschaftsgesetz (AWG 2002), sowie die jeweiligen Landes-Abfallwirtschaftsgesetze. Diese beinhaltet unter anderem, dass die gesetzliche Pflicht besteht, Abfälle, die einer Verwertung zugeführt werden können (Altstoffe), getrennt zu sammeln (Trennpflicht). Für viele Personen ist es unverständlich, wieso es trotz einer gesetzlichen Verankerung zu wenig bis keinen Kontrollen bzw. Strafen bei mangelnder Mülltrennung kommt. Doch gerade bei Privatpersonen ist dies schwer umzusetzen, denn gerade in großen Wohnanlagen schützt die Anonymität, da der Müll kaum zuordenbar ist.

Die Strafe durch die “Hintertür”

Um die Trennmoral zu verbessern, bleibt in vielen Fällen nur die Möglichkeit, den finanziellen Aspekt aufzuzeigen und Strafen auszusprechen. Auch Günther Gangl, Bürgermeister der Stadt Rottenmann, bestätigt dies. Neben der Anbringung von Kameras werden die entsprechenden Aufzeichnungen, die 72 Stunden gespeichert werden dürfen, auch an die Bezirkshauptmannschaft weitergeleitet, von wo aus eine Anonymverfügung an die Verursacher ergeht.

Infomaterialien zum Thema Müll, Sperrmüll und Ablagerungen, um als Einzelperson selbst aktiv in der Nachbarschaft zu werden, gibt es hier.

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