Der Kampf gegen Wohnungslosigkeit geht weiter: Österreich setzt ein starkes Zeichen für soziale Sicherheit im Wohnbereich, indem die Bundesregierung die erfolgreiche „Wohnschirm-Aktion“ langfristig bis zum Jahr 2029 verlängert.
Um Menschen nachhaltig vor dem Verlust ihrer Wohnung zu bewahren, hat die Politik entschieden, den „Wohnschirm“ massiv auszuweiten. Ursprünglich im Jahr 2022 als Reaktion auf pandemiebedingte Zahlungsausfälle gestartet, wird das Programm nun bis 2029 fortgesetzt. Damit reagiert das Sozialministerium auf den anhaltenden Druck am Wohnungsmarkt und sichert die Finanzierung für die Beratung und die Übernahme von Miet- und Energiekostenrückständen langfristig ab. Seit März 2022 konnte hier in 15.600 Fällen ein drohender Wohnungsverlust abgewendet werden.
Prävention und Reintegration als breites Sicherheitsnetz für die Zukunft
Im Oktober 2025 berichteten wir über den Erfolg des Projekts Housing First, als Unterprogramm des Wohnschirms. Die Kombination aus präventiver Hilfe durch den Wohnschirm, der greift, wenn drohender Wohnungsverlust durch Miet- oder Energiekostenrückständen bevorsteht und dem aktiven Vermitteln von Wohnraum durch Housing First, indem der Ansatz verfolgt wird, dass die eigene Wohnung die Voraussetzung für erfolgreiche Reintegration ist, bildet ein starkes Sicherheitsnetz.
Regionale Verankerung und Ausblick
Das Beratungsnetzwerk baut mittlerweile flächendeckende mittels Anlaufstellen in allen Bundesländern aus. Das Sozialministerium arbeitet hierfür mit mit etablierten Organisationen wie der Caritas, der Volkshilfe, der Diakonie, dem Roten Kreuz und regionalen Fachstellen für Wohnungssicherung zusammen.
-
Kostenlose Beratung: Die Beratung ist für Betroffene immer kostenlos und vertraulich.
-
Einfache Suche: Die genau für Ihren Wohnort zuständige Stelle lässt sich am schnellsten über die offizielle Website wohnschirm.at finden. Dort gibt es eine interaktive Karte oder Listen nach Bundesländern.
Die Verlängerung der Aktion für die Jahre 2027 bis 2029 schafft die notwendige Planungssicherheit, um nicht nur Wohnungsverluste zu vermeiden, sondern Wohnungslosigkeit in Österreich konsequent zu beenden.
